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Festgesetzte Touristen erzwingen Wiederholungswahl

Aufgebrachte Ägypter haben in der Provinz Süd-Sinai, in welcher die berühmten Badeorte Sharm el-Sheikh und Nuwaiba liegen, 20 Touristen für etwa vier Stunden festgehalten. Wie internationale Medien übereinstimmend berichten, handelte es sich bei den ausländischen Gästen um acht Deutsche und zwölf Schotten, die während eines Ausflugs von den Ägyptern gestoppt worden waren.

Das Motiv der wütenden Einheimischen waren wiederholte Berichte über Wahlmanipulationen in ihrer Heimatprovinz. Sie forderten aus diesem Grund eine Wiederholungswahl, die jedoch nicht zugebilligt wurde. Die zeitweilige Festsetzung der ausländischen Touristen half jedoch. Ein Verwaltungsgericht entschied, dass die bisherige Wahl in der Provinz ungültig sei und die Abstimmung am 14. und 15. Januar wiederholt werde. Die aufgebrachten Ägypter ließen die Touristen darauf hin wieder frei.

Eigentlich sollten die Wahlen, die am 28. November begonnen hatten, bereits beendet sein, doch durch die Wiederholungswahl verzögert sich der Schlusspunkt der ersten freien Abstimmung in Ägypten seit Jahrzehnten weiter. Zudem hat die Aktion der aufgebrachten Einheimischen die Diskussion neu entfacht, ob die neuen Machthaber für Ordnung sorgen und für die Sicherheit ausländischer Gäste garantieren können. Der Tourismus ist für Ägypten lebenswichtig, gerade weil durch den politischen Umsturz im Zuge des „arabischen Frühlings“ andere Wirtschaftszweige gelitten haben. Die ausländischen Gäste fingen zudem gerade wieder an, ihre Skepsis vor Flügen an den Nil zu überwinden.

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