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Nach dem „arabischen Frühling“: Deutliche Delle im Zuspruch der Touristen

Im Dezember fanden in Ägypten die ersten freien Wahlen nach 30 Jahren statt. Der Nilstaat gilt im Westen noch immer als das Land, indem das Volk eine Diktatur beseitigen konnte, um sich künftig demokratisch regieren zu lassen. Die bei den Wahlen siegreichen Islamisten versprachen bereits zuvor, sie würden den Tourismus unterstützen, doch bislang scheinen ihnen die ausländischen Gäste nicht zu glauben.

Ein deutliches Indiz für die Lust oder Unlust der Menschen, in ein Land zu reisen, sind immer die Buchungszahlen von Flugreisen in die entsprechende Region. Im Sommer 2011 absolvierten in der Bundesrepublik 3,4 Millionen Menschen mehr eine Flugreise als noch ein Jahr zuvor. Dies bedeutet, ohne die politischen Umwälzungen in der Region hätte die Anzahl der Passagiere, die in diese Region reist, zunehmen müssen. Faktisch nahm die Zahl jedoch um 25,4 Prozent ab. Dazu passen Meldungen, in denen es heißt, die Strände und Hotels seien in diesem Jahr leer geblieben.

Verfolgt man die jüngsten Berichte aus Kairo und dem Rest des Landes, so werden sich die Zahlen kaum erholen. Die Militärregierung hat rund um den Tahir Platz, der als Herz der ägyptischen Revolution gilt, Mauern errichten lassen, um den Demonstranten künftig den Zugang zu verweigern. Touristisch gesehen ist es noch ein weiter Weg zur Normalität.

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