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Präsidentschaftswahlen in Ägypten stehen an

Ab Mittwoch dürfen mehr als 50 Millionen Ägypter ihren neuen Präsidenten wählen. Insgesamt stehen 16 Kandidaten zur Auswahl. Laut neuesten Umfragen und Tendenzen gelten fünf von ihnen als Topkandidaten. Hierzu gehören Amre Mussa, Abd al-Monim Abu al-Futuh, Mohammed Mursi, Ahmed Schafik, Hamdien Sabbahi. Einige von ihnen gehören zum alten Regime, fallen alleine deshalb schon bei vielen Mitgliedern der linken Protestbewegungen, die für den Sturz von Mubarak verantwortlich waren, in Ungnade. Andere sind der internationalen Gemeinschaft zu islamisch-traditionell und damit eine Gefährdung für den Weltfrieden.

Amre Mussa gehört mit Sicherheit zu den Favoriten, wenn am Mittwoch gewählt wird. Er verfügt über zahlreiche Beziehungen zu hochrangigen nationalen wie internationalen Menschen in Machtpositionen und kann dadurch sehr viel Einfluss ausüben. Da er jedoch einer des alten Regimes ist, wird, falls er die Wahl gewinnt, mit neuen Unruhen in Ägypten gerechnet. Nicht zuletzt deshalb rechnet sich die islamistische Partei um Abd al-Monim Abu al-Futuh gute Chancen auf eine Überraschung aus.

al-Futuh gehört der Muslimbruderschaft an, und ist aufgrund seiner konservativen Einstellungen in Hinsicht auf das gängige Frauenbild vor allem international umstritten. Ebenfalls für eine Überraschung sorgen könnte Sabbahi, der als links gilt und eine der schillernden Figuren während der Proteste war.