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Karnak Tempel - Reisebericht Ägypten 1

Besichtigung Karnak Tempel in Luxor

Eingang Karnak Tempel
Der Eingangspylon vom Karnak Tempel

Schließlich fahren wir weiter zum Tempel von Karnak. Wir sind sehr gespannt darauf, denn wir haben schon viel über diesen gewaltigen Tempel gehört und gelesen. Schon vom Parkplatz aus kann man den Eingangspylon sehen und beim Näherkommen erkennen wir die Allee von Widdersphingen, die den Weg zum Tempel säumen. Der Tempel von Karnak war der Triade von Theben geweiht, bestehend aus der Götterfamilie Amun, Mut und Chons. Der Gott Amun wird oft als Widder dargestellt. Wir treten durch den Pylon und finden uns in einem Hof vom Karnak Tempel wieder, der umsäumt ist von Kolonnaden. Auf der Rückseite des Pylons ist eine Halde von Bauschutt zu sehen, die Reste einer Rampe, die einst zum Bau des Pylons diente. Inmitten des Hofes steht eine einzelne Säule, die auf den König Taharka zurückgeht, und an den Seitenwänden stehen zahlreiche Widdersphingen aufgereiht.

Heiliger See - Karnak Tempel
Heiliger See im Karnak Tempel

Wir betreten die große Säulenhalle mit einem Wald aus 134 Säulen, die bis rundum mit Hieroglyphen bedeckt sind. Man fühlt sich klein angesichts dieser monumentalen Bauwerke und fragt sich natürlich, wie die Menschen vor mehr als 3500 Jahren so etwas zuwege gebracht haben, ohne die heute bekannten Hilfsmittel. Auf unserem Rundgang durch diese weitläufige Tempelanlage erklärt und Hamdy, unser ägyptischer Reiseführer, dass ganze Generationen von Pharaonen hier ihre Spuren hinterlassen haben. Es war von großer Bedeutung und zeugte von Macht und Wohlstand, das religiöse Zentrum des Amun-Kults durch einen Obelisken, einen Pylon oder eine Säulenhalle zu erweitern. Wir wenden uns nach links und betreten über eine Art Hühnerleiter einen Bereich, der als der Botanische Garten von Tutmosis III bekannt wurde. Die Reliefs an den Wänden zeigen die Beutezüge des Pharaos und das, was er von seinen Feldzügen nach Vorderasien mitgebracht hat: Pflanzen wie Mohn und Zwiebelgewächse, Tiere, die in Ägypten heimisch wurden, z. B. das Huhn, das den Ägyptern vorher nicht bekannt war.

Wir sind fasziniert von den gewaltigen Obelisken aus rosafarbenem Granit, die die Königin Hatschepsut und ihr Nachfolger, Tutmosis II, hier errichten ließen. Am heiligen See vom Karnak Tempel, wo eine Skulptur eines riesigen Skarabäus steht, endet unser Rundgang. Am jenseitigen Ufer ist eine Tribüne für die abendliche Ton & Lichtshow aufgebaut.

Durch ein seitliches Tor verlassen wir den Karnak Tempel.