Der Prophet Mohammed wurde als Mohammed Ibn Abdallah um 570 in Mekka geboren. In Mekka im Hedschasgebirge im Osten der Arabischen Halbinsel gab es zu dieser Zeit ein Heiligtum mit Bildnissen von Gottheiten. Die kleine aber doch bedeutende Stadt profitierte vom Handel und den Pilgern, die eben zu diesem Heiligtum kamen. Über Mohammed gibt es zahlreiche Überlieferungen, aber nur wenige Dokumente außerhalb eine islamischen Glaubenskontextes bezeugen belegbare Informationen über diese historische Figur.Mohammeds Familie soll einst wohlhabend gewesen sein, war aber mittlerweile verarmt und seine Eltern starben recht früh, so dass er sich als Hirte und Kameltreiber seinen Lebensunterhalt verdiente. Später führte er die Handelskarawane einer wohlhabenden, verwittweten Frau, die später seine Frau wurde. Seine Bedeutung für die Religion erklärt sich durch die Visionen, die er vorwiegend in der Wüste und in einer bestimmten Höhle in der Nähe von Mekka hatte. Bei diesen Visionen erschienen ihm Engel und er hörte Worte Gottes. Diese Visionen führten dazu, dass seine Anhänger in Mohammed den Gesandten Gottes erkannten und in ihm den Propheten sahen. Für einige reiche Bewohner Mekkas stellte diese zwar kleine aber durchaus energische Religionsgemeinschaft aber eine Bedrohung dar, denn sie sahen die Einnahmen aus den Pilgerströmen gefährdet und fürchteten außerdem um die Bildnisse im örtlichen Heiligtum, falls sich die Gruppe um Mohammed in Mekka weiteren Einfluss verschaffen würde. So zog Mohammed schließlich mit seiner Anhängerschar, auch um Konflikten aus dem Weg zu gehen, im Jahr 622 nach Medina. Medina war zu diesem Zeitpunkt eine bedeutende Handelsstadt im Hedschas rund 160 Kilometer von der Küste des Roten Meeres entfernt.Für die Islam ist die Auswanderung aus Mekka der Beginn der Zeitrechnung. Alle islamischen Jahreszahlen nehmen Bezug auf diese sogenannte Hedschra, die Auswanderung aus Mekka. Für Mohammed begann in Medina der gesellschaftliche Aufstieg, der ihn nicht nur zum Oberhaupt der Stadt sondern auch zu einem Heerführer machte. Unter seiner Führung wurde im Jahr 630 Mekka erobert. Als er im Jahr 632 in Medina starb, hatte er fast die gesamte Arabische Halbinsel erobert. Durch die Biographie Mohammeds gelten Mekka und Medina als heilige Städte des Islams, ebenso wie Jerusalem.