Auf einer Anhöhe am Nilufer auf der gegenüberliegenden Seite von Assuan trägt ein Hügel ein weithin sichtbares, kleines, weißes Mausoleum. Es ist das Mausoleum des Scheichs Sidi Ali Bin el-Hawa, der auch „Sohn des Windes“ genannt wurde. Diese Grabanlage ist nicht die einzige am Hang der Qubbet el-Hawa, denn im Alten und Mittleren Reich der ägyptischen Herrschaftsgeschichte gab es hier zahlreiche, prächtige Gräber von Fürsten, Gouverneuren und hohen Amtsträgern. Vom Gipfel dieser Anhöhe hat man einen wunderbaren Blick über das Niltal bei Assuan und den nahen Nassersee.

Für einen Ausflug zu den Gräbern von Qubbet el-Hawa starten Bootstouren entweder direkt von Assuan oder von der nahen Nilinsel Elephantine. Nach der Ankunft kann man sich Eintrittskarten kaufen und die Treppen zu den Felsengräbern besteigen. Man wird auf dem Weg aber nicht alle Gräber zu Gesicht bekommen, da viele von ihnen aus Gründen des Denkmalschutzes geschlossen sind. Die wichtigsten und schönsten Gräber sind aber zugänglich.

Das Interessante an den Grabanlagen sind die Architektur und die historischen Grabinschriften, die zum Teil umfangreiche, biographische Informationen über die Grabinhaber verraten. Zu den wichtigsten und bedeutendsten Gräbern gehören die Anlagen von Sarenput II. (Nr. 31), Heqaib II. Pepi-Nacht (Nr. 35d), Sabni II. (Nr. 35e) und Sarenput I. (Nr. 36).zurück zum Reiseführer oder weiter zum nächsten Artikel