In der Nähe von Assuan befindet sich das Kloster des Heiligen Simeon. Genauer gesagt, liegt es gegenüber der Stadt auf der anderen Seite des Nils unweit des Mausoleums von Aga Khan. Das Kloster ist heute ein modernes Kloster mit laufendem Mönschbetrieb, es ist aber auch ein Ort berühmter, spätantiker und mittelalterlicher Ruinen der einstigen Klosterfestung. Wer mit dem Boot angekommen ist, hat einen 20 bis 30 minütigen Fußweg vor sich, bevor man das Kloster erreicht. Das Simeonskloster ist ein koptisches Kloster aus dem 7. Jahrhundert. Rund 600 Jahre später wurde das Kloster aufgegeben und es gab dann keinen Mönchsbetrieb mehr dort. Mögliche Gründe dafür könnten die schwierige Wasserversorgung des Klosters und Beduinenüberfälle sein. Aufgrund der topographischen Verhältnisse erstreckt sich die Klosteranlage über zwei Ebenen.

Der Eingang zur ummauerten Klosteranlage befindet sich am Wehrturm im Osten des Klostergeländes, wo man die untere Ebene betritt. Dominant an dieser Stelle fallen die Ruinen der großen Klosterkirche ins Auge. Sie war einst eine dreischiffige Basilika mit erhabenen Fresken, wovon noch Reste zu sehen sind. Eine Treppe führt auf die obere Ebene zum festungsartigen Wohnbau der Mönche. Auf der oberen Ebene befinden sich weitere verschiedene Wirtschaftsräume, wie Bäckerei, Ölpresse, Weinpresse, Kornmühle, Stallungen, Wasserkläranlage und Magazine.