Die Griechisch-Ptolemäische Zeit hatte eine große Bedeutung für die Kulturgeschichte Ägyptens und des gesamten Orients und Okzidents, denn in dieser Zeit dehnte sich die Herrscherdynastie der Griechen durch die Eroberungen Alexanders des Großen bis in den Nahen Osten hinein aus. Eine einzigartige Verschmelzung der griechischen und der ägyptischen Kultur war die Folge, deren Symbol bis heute die Bibliothek von Alexandria als Ausdruck für den Entwicklungsstand der Wissenschaften ist. Nach den Eroberungen Alexanders war die Stadt Alexandria am Westrand des Nildeltas gegründet worden und über die folgenden Jahrhunderte zur bedeutendsten Metropole ausgebaut worden.

Nach dem frühen Tod Alexanders des Großen war die Machtfrage unter seinen Gefolgsleuten heftig umstritten und das Reich zerfiel in Teile. Den Ägyptischen Teil beherrschte Ptolemäus I. Diese Zeit prägten vor allem heftige Machtkämpfe innerhalb der herrschenden Elite, es gab sogar Attentate und Meuchelmorde und immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen mit den neuen Nachbarn, die ebenfalls Nachfolger des Alexanderreiches waren. Auch vom Volk entfernte sich die Elite, in dem sie zunehmend Griechisch sprach.

Königin Kleopatra war die letzte Herrschergestalt der Ptolemäischen Zeit. Sie versuchte Ägypten gegen den zunehmenden Machteinfluss des Römischen Imperiums zu verteidigen, was ihr trotz geschickter Diplomatie und der Beziehung zu Gaius Julius Caesar letztendlich nicht gelang. Nach ihrem Selbstmord im Jahre 30 v. Chr. wurde Ägypten dem Römischen Reich angegliedert.