Durch die zunehmende, arabische Dominanz in Kultur und Sprache wurde das Christentum langsam zurückgedrängt und es prägten in der Folgezeit etliche islamisch-persische Dynastien die Entwicklung Ägyptens. Der aus Mekka stammende Prophet Mohammed hatte daran einen entscheidenden Anteil. Nach Mohammeds Tod gelang es seinen Nachfolgern große Teile des Nahen und Mittleren Ostens, ganz Persien und weite Gebiete Nordafrikas unter ihre Kontrolle zu bekommen.

Die Geschicke Ägyptens wurden nun in Damaskus bzw. in Bagdad bestimmt und arabische Statthalter regierten das Land und Arabisch wurde als Verwaltungssprache durchgesetzt. Eine neue, wohlhabende Oberschicht bildeten arabische Einwanderer, die sich in den Städten ansiedelten und als Händler und Gewerbetreibende die Basare und Handelskarawanen kontrollierten. So heterogen sich die Bevölkerung in den Städten entwickelte, so homogen blieb sie zunächst auf dem Land, wie beispielsweise im Nildelta, wo die ägyptische Urbevölkerung hauptsächlich landwirtschaftlich tätig war. Um der steigenden Abgabenlast zu entgehen und Grund und Boden zu behalten, traten viele von ihnen zum Islam über. Aber nicht nur wirtschaftliche Gründe führten dazu, dass viele Ägypter die Religion wechselten, auch Unterdrückung, Repressalien, Angst und Zwang führten dazu.

Kairo wurde zur Hauptstadt, es entstanden viele Moscheen und die Universität in Kairo zog viele Gelehrte aus dem Nahen und Mittleren Osten an.