Sieben Kilometer von der bekannten Nekropole Sakkara entfernt befindet sich ein Dorf namens Dahschur, in dessen Nähe sich ein relativ unbekanntes Pyramidenfeld erstreckt. Auf einer Länge von drei Kilometern treten archäologisch wertvolle Funde wie Pyramiden und Pyramidenruinen zu Tage. Da diese Funde allerdings für den Laien kaum zu deuten sind, misst sich die Bedeutung dieser historischen Überreste eher in Kreisen von Bauhistorikern und Archäologen. Die Pyramiden stammen aus der Zeit der 4. bis 13. Dynastie, und da sie zum Teil vom Wüstenboden kaum mehr zu unterscheiden sind, sind auch die historischen Zusammenhänge teilweise unklar.

Die Pyramide des Ameni-Qemau aus der 13. Dynastie ist insofern eine Ausnahme, als dass bekannt ist, welchem Herrscher sie zuzuordnen ist. Zwischen den Pyramiden erstrecken sich Gräberfelder mit Mastabas, so genannte Privatgräber aus dem Alten und Mittleren Reich. Ein weiterer interessanter Fakt ist, dass in Dahschur zwei Vorgängerbauten der Pyramiden von Gizeh stehen. Sie stammen aus der 4. Dynastie, haben einen herausragenden Erhaltungszustand und sind wesentlich weniger touristisch genutzt.

Die wichtigsten Pyramiden von Dahschur sind die „Knickpyramide“ des Pharao Snofru, die „Rote Pyramide“ des Pharao Snofru (beide 4. Dynastie), die „Weiße Pyramide“ des Pharao Amenemhet II., die Pyramide des Pharao Sesostris III. und die „Schwarze Pyramide“ des Pharao Amenemhet III. (12. Dynastie).