Abusir heißt eine Nekropole aus der Zeit des Alten Reiches bzw. der 5. Dynastie um die Mitte des 25. Jahrhunderts bis Mitte des 24. Jahrhunderts. Abusir befindet sich rund 18 Kilometer südlich von Gizeh und rund 6 Kilometer nördlich von Sakkara. Hier stehen die Reste von fünf königlichen Pyramiden, Beamtengräbern und einer Königinnenpyramide.

Da die meisten Pyramiden im Vergleich zu den Pyramiden von Gizeh einen sehr schlechten Zustand haben, werden die meisten Touristen wohl ein wenig enttäuscht sein. Archäologisch weniger interessierte Menschen haben mit den Pyramiden in Gizeh, Dahschur oder Sakkara schon die Highlights des Pyramidenbaus in Ägypten gesehen. Für diejenigen Besucher, die sich etwas mehr für die Archäologie interessieren, lohnt sich ein Besuch in Abusir allemal, zumal der Ort eben gerade von den großen Touristenströmen verschont bleibt. Man hat die Anlage praktisch für sich allein.

Die königlichen Pyramidenanlagen setzen sich von Süden nach Norden aus den Grabmälern der Pharaonen Neferefre, Neferirkare, Niuserre und Sahure sowie dem Pyramidenaushub des Schepseskare zusammen. Die Pyramiden kann man nicht betreten. Da auch die Pyramiden in Abusir ähnlich wie die Pyramiden in Gizeh als Steinbrüche missbraucht wurden, präsentieren sie sich in einem eher schlechten Zustand und sind nach dem Verlust ihres schützenden Außenmantels teils zu Pyramidenhügeln deformiert. Die größte Pyramide in Abusir ist die des Neferirkare, die Pyramide südlich davon wird der Königin Chentkaus II. zugerechnet.