Medum, Illahun und Hawara sind drei Nekropolen in der Nähe von Kairo. Sie zeichnen sich durch jeweils eine königliche Pyramide mit ihren Kultanlagen und Nebengräbern aus.

Die Pyramide von Medum stammt aus der Frühphase des Pyramidenbaus am Anfang der 4. Dynastie um etwa 2.600 v. Chr. herum. Pharao Snofru ließ sie errichten, der sich auch mit zwei Monumentalbauten in Dahschur verewigt hat. Seine Pyramide in Medum erinnert von Weitem an eine Stufenpyramide oder einen stufenförmigen Tempelturm. Tatsächlich ist die Pyramide das Ergebnis der ersten Versuche, eine Pyramide in geometrischer Reinform zu bauen. 40 Kilometer südlich im Niltal befinden sich die Pyramiden von Hawara und Illahun.

Die Pyramide von Illahun stammt aus dem Mittleren Reich und ist etwa 3.900 Jahre alt. Sie entstand unter Sesostris II. in der 12. Dynastie. Die Konstruktion besteht aus sternförmigen Stützmauern aus Kalkstein, deren Zwischenräume mit Lehmziegeln aufgefüllt sind. Allerdings ist auch diese Pyramide ihrer ursprünglichen Erscheinung beraubt und sie sieht heute eher stumpfförmig aus.

Die Pyramide von Hawara stammt aus der gleichen Zeit wie die Pyramide von Illahun. Sie entstand unter dem König Amenemhet III. in der Zeit der 12. Dynastie. Die einstige spitze Pyramide ist heute ein abgerundeter Pyramidenhügel. Anders als die anderen Pyramiden bestand diese aus ungebrannten Lehmziegeln, die nach Bauende mit einer Kalksteinverkleidung versehen wurden. Durch den Verlust dieser Verkleidung war auch die Pyramide von Hawara den Unbilden des Wetters ausgesetzt, was schließlich zu der heutigen Erscheinung der Pyramide führte.