Faruk wurde als Sohn des ägyptischen Königs Fuad I. 1920 geboren. Es stand von Anfang an fest, dass Faruk die Thronfolge antreten würde. Seine Regierungszeit begann 1936 und endete 1952. Faruk absolvierte in Großbritannien eine Offiziersausbildung bis zum frühen Tode seines Vaters 1936. Daraufhin brach er die Ausbildung ab und kehrte nach Ägypten zurück. Im Alter von gerade 16 Jahren musste er dann den Thron besteigen. Sein junges Alter bescherte ihm zunächst Popularität in der Bevölkerung. Die Sympathien schwanden aber, da sich Faruk an den konservativen, politischen Ansichten seines Vaters orientierte. Einige Missgunst brachte ihm auch sein Gentlemen-Verhalten und die pro-britische Haltung, denn Ägypten stand in dieser Zeit noch unter dem Einfluss von Großbritannien.

Ereignisse während des Zweiten Weltkrieges ließen seine Popularität ebenso schrumpfen wie während des Krieges gegen Israel 1948/1949. Faruks Amtszeit endete am 23. Juli 1952 durch einen Militärputsch von General Mohammed Naguib und Gamal Abdel Nasser. Als 1953 die ägyptische Republik ausgerufen wurde, war auch die Nachfolge Faruks durch seinen Sohn ein abgeschlossenes Kapitel. Faruk verließ Ägypten ins Exil und residierte zunächst in Monaco und später in Italien. Faruks Lebensstil stand in krassem Widerspruch zur Lebenswirklichkeit seiner Landsleute. Faruk stellte seinen Besitz und seine Reichtümer offenkundig zur Schau, er war ein Lebemann mit zeitweise fülligen Körpermaßen und auf seinen Reisen liebte er ausgedehnte Einkaufstouren. Diese Eigenschaften wurden sowohl in der heimischen als auch in der internationalen Presse aufmerksam beobachtet und sie gaben auch Anlass für Karikaturen, die sich kritisch mit seiner Person auseinandersetzten. Sein ausschweifender Lebenswandel stieß aber auch auf Sympathie. Die ägyptische Oberschicht sah durch sein königliches Auftreten ihren eigenen Besitzstand nicht als gefährdet an, denn so konnten auch die reichen Kaufleute und Großgrundbesitzer ihre Statussymbole offen zur Schau stellen, ohne deren Erosion fürchten zu müssen.