Die Moschee ist in der islamischen Gemeinschaft das wichtigste Gebäude. Sie fungiert gleich in mehrfacher Hinsicht als Zentrum des islamischen Lebens. Zum einen ist die Moschee ein ritueller Ort für die gemeinschaftlichen islamischen Gebete, die im zentralen Gebäudeteil der Moschee abgehalten werden. Das ist entweder die Halle oder der Hof. Nach Mekka, der Stadt des Propheten Mohammed, orientiert verrichten die Gläubigen hier ihre Gebete. Zum anderen ist die Moschee ein Ort, an dem die Vermittlung politischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Werte sowie der Austausch von praktischer Lebenserfahrung im Sinne des Islams stattfinden. Sie ist damit ein sozialer Treffpunkt für die Glaubensgemeinschaft. In der zentralen Gebetshalle bzw. im Hof befinden sich an der Wand, zu der sich die Gläubigen beim Gebet Richtung Mekka orientieren die Gebetsnische und die Kanzel für den Prediger. Eine wichtige Funktion haben die Türme bzw. Minarette einer Moschee. Von hier oben erinnert der Muezzine die Gläubigen an die Gebetszeiten. Neben den rein religiös genutzten Räumen haben Moscheen oft auch noch andere Räume z.B. für eine Koranschule oder für die Ausrichtung von Festlichkeiten. Auch Wohn- und Wirtschaftsgebäude können zum Areal einer Moschee gehören. Diese wirken in Ägypten oftmals vernachlässigt und wenig gepflegt und sie sind oft aus einfachen Baumaterialien errichtet. Damit bilden sie einen starken Gegensatz zum eigentlichen Moscheebau, der aus den wertvollsten Materialien errichtet wurde. Als zentraler Bestandteil genießt er die ganze Aufmerksamkeit der Gemeinde und wird mit höchstem Aufwand instand gehalten. Die Moscheen sind mit ihren Türmen oftmals nicht nur die höchsten Gebäude eines Ortes sondern auch die schönsten. Selbst die Paläste der Herrscher stehen diesbezüglich hinter den Moscheen zurück.