Der Atbara

Schwarzer Nil

Der Atbara wird häufig auch Schwarzer Nil genannt, da er etliche Millionen Tonnen, ungefähr 10 Millionen, dunkel gefärbete Schwebstoffe mit sich führt. Diese dunkel gefärbten Schwebstoffe verfärben den Atbara so dunkel, dass er aufgrund dessen den Namen "Schwarzer Nil" erhält. Solche Schwebstoffe können in der Luft oder auch im Wasser, wie hier der Fall, enthalten sein und bestehen hauptsächlich aus festen organischen und mineralischen Stoffen. Solche Schwebstoffe lagern sich dann zum Teil als Schlamm ab und bilden somit einen fruchtbaren Nährboden für zahlreiche Lebensorganismen. Im Arabischen wird der Atbara ???? ?????? Nahr ?a?bara genannt. Er ist ein Nebenfluss des Nils und führt etwa ein Fünftel des gesamten Wasservolumens des Nil. Er entspringt im Hochland von Äthiopien, genauer gesagt im Simen-Gebirge, und besitzt eine Gesamtlänge von ungefähr 1.120 km. Die Quelle des Atbara entspringt unweit vom etwa 50 km nördlich gelegenen Tanasee, der auch Dembeasee genannt wird, und der grösste See Äthiopiens darstellt. Der Atbara verläuft in nordwestlicher Richtung dem Sudan entgegen und mündet bei der Stadt Atbara in den Nil ein. Aufgrund seines beträchtlichen Anteils am Wasservolumen des Nil – wir erinnern uns es waren ein Fünftel der gesamten Wassermenge, die der Nil trägt – trägt der Atbara zusammen mit dem Blauen Nil enorm zur Flutwelle des Nil bei, die jährlich den Nil durch klimatische Bedingungen heimsucht. Wenn der Regen in der Trockenzeit ausbleibt, verringert sich das Wasservolumen des Atbara so stark, dass er den Nil nicht mehr erreicht. Es bleiben lediglich wenige kleine Seen und Bäche übrig. Wenn der Regen erneut einsetzt schwillt der Fluss wieder zu alter Stärke an und speist den Nil mit einer enormen Wassermenge. Sein grösster Nebenfluss ist der Setit, auch Tekeze-Setit genannt, der in Äthiopien und Sudan verläuft. Seinen Namen wechselt er von Tekeze in Äthiopien zu Setit im Sudan.