Pleistozän - Prädynastische Zeit

Das Zeitalter des Pleistozän

Pleistozän in Ägypten auf einem Blick:- unterteilt sich in Oberes, Mittleres und Unteres Pleistozän
- trockenes Wüstenklima zwang Menschen zum Nilufer abzuwandern und dort sesshaft zu werden
- Ackerbau und Viehzucht bestimmt Lebensweise der Menschen
- Auftreten erster Siedlungen Beispiele: Fayyum und MerimdeDas Zeitalter des Pleistozän begann vor etwa 1,8 Millionen Jahren und endet ungefähr 11.500 v. Chr. Es unterteilt sich nochmals in drei Abschnitte: dem Unteren Pleistozän, dem Mittleren Pleistozän und dem Oberen Pleistozän. Das Untere Pleistozän, auch Altpleistozän genannt, ist der älteste Abschnitt des Pleistozän. Ihm folgt das Mittlere Pleistozän und zum Schluß das Obere
Pleistozän, auch Jungpleistozän genannt, der Abschnitt, der auch als Eiszeit bekannt ist. Das Obere Pleistozän ist der kürzeste Abschnitt des Zeitalters des Pleistozän.Durch das kontinuierlich immer trockener werdende Wüstenklima waren die Menschen gezwungen von den Weiten des Landes zu den Flußufern des Nil abzuwandern und dort sesshaft zu werden. Ägypten war, wie die Sahara, vor dem Klimawandel ein fruchtbares Land mit Wasservorkommen und Weideland. Allmählich vollzog sich ein Klimawandel, der trockene Wüstenluft brachte und somit Nordafrika im Laufe der Zeit immer trockener werden ließ und schließlich große Teile wie die Sahara austrocknete. Die Menschen, die in den wasserreichen Gebieten lebten und dort Viehzucht betrieben, waren nun gezwungen wegen den schlechten Lebensbedingungen für Mensch und Vieh in das östlich gelegene Niltal abzuwandern. Dort wurden sie sesshaft, betrieben Viehzucht und Ackerbau und gründeten um etwa 5000 v.Chr. erste bäuerliche Siedlungen im Fayyum und in Merimde. Die Trockenzeit hatte eine ungefähre Zeitspanne von etwa 1000 Jahre um 5500 v.Chr. - 4500 v.Chr. Ungewöhnlich in der Geschichte ist, dass sich in Nordafrika erst die Viehzucht statt der Ackerbau entwickelte. Dafür lassen sich zwei Theorien nennen. 1.Nutztiere wie Ziegen oder Schafe wurden domestiziert und somit zur Hauptwirtschaftsweise etwa 6000 v. Chr. 2. Domestikation von wilden Rindern, da Jagd-und Beutetiere durch die immer trockener werdenden Gebiete immer seltener wurden. Somit mussten die Menschen zwangsläufig auf wilde Rinder zurückgreifen und sie domestizieren.