Entwicklung der Königsgräber in der 18. Dynastie

Zeitraum: 1570-1293 v. Chr.

Sie beginnt mit Ahmose ( Nebpehtire, 1552 v. Chr, - 1527 v. Chr.), der weitläufige Grab- und Kultanlagen in Abydos errichtete, gefolgt von Amenophis I ( Djoserkare, 1527 v. Chr. - 1506 v. Chr.), welcher sich ein verstecktes Felsgrab bei Dra abu´l Naga errichten ließ.

Bei Thutmosis I (Aachperkare, 1506 v. Chr. - 1494 v. Chr.) zieren Malereien die Grabkammer. Die Wand weist einen ovalen Grundriss auf, die bei Thutmosis II ( Aacheperenre, 1493 v. Chr. - 1490 v. Chr.)erhalten bleibt.Hatschepsut
(Maatkare, 1490 v. Chr. - 1468 v. Chr.) hingegen wird ein wichtiges Vorbild für die nachfolgenden Generationen. Sie ließ einen Stufenbau in Deir el – Bahari errichten. Diese 3- teilige Anlage mit zentraler Amunkultstätte, dem Sonnenkult dienenden Anlage im Norden, dem Totenkult dienenden Räume im Süden, sowie die Ausarbeitung und Gestaltung der Fassade mit Osirispfeilern ist kennzeichnend seit ihrer Anlage.

Ab Thutmosis III
(Mencheperre, 1490 v. Chr. - 1436 v. Chr.) bis Sethos I ist das Gefälle des 2. Eingangskorridors am stärksten. Er ist wie bei allen anderen Herrschern auch als Treppe ausgebildet. Es befindet sich eine höher gelegene Kammer mit Pfeiler im Grab. Es wird diskutiert, ob es sich hierbei um eine Doppelung, einer Dualität handelt wie bei den frühen Anlagen bis zur Regentschaft des Aha. Die Wand weist den ovalen Grundriss wie bei seinen Vorgängern auf, jedoch wird ein Schacht ohne Nebenraum von ca. 9 m Tiefe eingefügt. Dem folgt der 1. Pfeilersaal. Dieser unterscheidet sich in 2 Formen:

1.)
Form von Thutmosis III bis Sethos I: Es sind stets 2 Pfeiler vorhanden. Eine Ausnahme bildet Sethos I mit 4 Pfeilern. Das ist offenbar eine Übergangsphase zu der 2. Form des Raumes.

2.)
Form von Ramses II. bis Ramses XI.: Es sind stets 4 Pfeiler vorhanden. Eine Ausnahme bildet Tausret mit keine Pfeiler.Der 4. und 5. Korridor fehlt bei Thutmosis III. Weiterhin fehlt der Vorraum zur Sarkophaghalle. Die Sarkophaghalle und die Seitenkammern weisen architektonisch differenzierte und zeitlich abgegrenzte Formen in der Entwicklung auf, die bei den jeweiligen Herrschern beschrieben werden. Die ovale Halle des Thutmosis III wird durch 2 Pfeiler gestützt, die verschiedenartig dekoriert worden sind. Weiterhin ist die Sarkophaghalle mit dem 1. bis 12. Amduat des Unterweltsbuches dekoriert. Es wird angenommen, dass der Durchgang vom Schachtraum zum 1. Pfeilersaal, sowie vom 3. Korridor zum Schachtraum vermauert wurde. Spuren, die dies allerdings beweisen können, wie Reste einer Durchgangsmauer, gibt es nicht. Ein Beleg dafür könnte eine Zerstörung des Durchgangs zum 1. Pfeilersaal sein. Dort wurde ein Teil des Sturzes beim Durchbrechen der Mauer beschädigt bzw. heraus gebrochen. Im 1. Pfeilersaal wurde die Dekoration von dem Durchgang zum Schachtraum nicht vollständig ausgeführt. Im Schachtraum selbst ist eine Grundbemalung mit einer hkr-Borte ausgearbeitet, der Weg zum 3. Korridor hingegen ist nicht verputzt, so dass der Weg zum Grabeingang sichtbar blieb. Der Durchgang zum 1. Pfeilersaal hingegen wurde präzise verputzt, mit einer Farbe grundiert und einer farbigen hkr-Borte versehen. Eine 2. Schicht der Dekoration wurde vorgenommen, allerdings nicht so sorgfältig wie die Erste wie Untersuchungen ergaben. Als einzige Ausnahme in der Voramarnazeit bildet die Bemalung des 1. Pfeilersaals dieses Grabes. Es handelt sich hierbei um eine Putzbemalung, welche eine präzise Wiedergabe der Götter aus dem Unterweltbuch Amduat darstellt. Der 1., 2. und 3. Korridor hingegen ist nicht dekoriert worden.

Die Korridormaße ( in Friedrich Abitz, Die religiöse Bedeutung der sogenannten Grabräuberschächte in den ägyptischen Königsgräbern der 18. - 20. Dynastie, 1974, Seite 15, Raumart und Raumfolge der Grabanlagen) in dieser Zeit betragen gewöhnlich:

Thutmosis III. – Thutmosis IV. zwischen ca. 1,70 bis 2,00 m
Amenophis III – Ramses III zwischen ca. 2,55 bis 2,70 m
Ramses IV. - Ramses XI. zwischen ca. 3,20 bis 3,30 m
Ausnahmen Sethos II mit 2,80 m und Tausret mit 2,10 m

Amenophis II
(Aacheprure, 1438 v. Chr. - 1412 v. Chr.) verwendete mehr Genauigkeit mit der Grabmaße bei der Ausarbeitung des Grabes, indem er Ausmessungen vornahm. Der Eingang zum Schacht könnte vermauert gewesen sein. Überreste, die dies belegen würden, sind jedoch nicht mehr vorhanden. Der Schacht liegt 9,17 m tief und ist in der Bearbeitung sorgfältig ausgeführt. Ein kleiner Bearbeitungsfehler ist an der Eingangswand zu erkennen. Etwa 3 m über dem Schachtgrund ziehen sich die 2 Ecken des Raumes der Eingangswand ungefähr 20-30cm nach rechts und erst dann senkrecht zum Schachtgrund. Die Eingangswand ist nicht verputzt oder bemalt. Einige Reste der Verputzung und der Bemalung sind an der linken und der rechten Wand zu finden. Bei den übrigen Stellen bis auf die Ausgangswand zum 1. Pfeilersaal kommt der Fels zum Vorschein. Dies deutet darauf, dass der Raum nicht fertig dekoriert wurde. Die Ausgangswand zum 1. Pfeilersaal ist zu 4/5 sorgfältig verputzt, mit einer weißen Farbe grundiert und mit einer vollständigen hkr-Borte versehen. Durch die Zerstörung der Durchgangsmauer zum 1. Pfeilersaal sind einige Teile der hkr-Bemalung verloren gegangen. Es wurde keine 2. Schicht wie bei der Grabanlage des Thutmosis III aufgetragen. Allerdings ist durch die Hervorhebung der sorgfältigen Ausarbeitung der Durchgangswand zum 1. Pfeilersaal für Eindringlinge leicht erkennbar, welchen Weg sie zur Grabanlage nehmen müssen. Das ist auch ein Indiz dafür, dass der Schacht von 7m Tiefe nicht gebaut wurde, um Eindringlinge abzuhalten., wenn danach durch eine einseitige Bemalung direkt auf die Grabanlage hingewiesen wird. Es ist erstmals ein Nebenraum des Schachtes vorhanden. Dieser geht von der rechten Seitenwand und 27cm von der Ecke zur Eingangswand ab und hat eine Maße von Länge 5,30m, Breite 3,21m und Höhe 1,92m. Er ist somit etwa 5,30m länger wie der Schachtraum selbst. Der Durchgang ist sehr genau gearbeitet und die Ecken deutlich hervorgehoben Er hat eine Maße von Höhe 1,2m, Breite 1m und Wandstärke von 72cm. Anders wie bei Thutmosis III ist der 4. Korridor vorhanden. Der 5. Korridor fehlt wieder. Ebenso fehlt wie bei Thutmosis III der Vorraum zur Sarkophaghalle. Die Sarkophaghalle ist rechteckig und länglich mit 6 Pfeilern gestaltet, an dessen Ende sich ein vertiefter abgesetzter Raumteil mit Sarkophag befindet. Der Sarkophag ist aus rotem Quarzit gearbeitet und mit magischen Texten sowie mit Udjat-Augen und Anubisdarstellungen versehen. Die Form der architektonischen Gestaltung der königlichen Sarkophagkammer wird bis Sethos I gehandhabt. Die Wände der Sarkophaghalle sind wie bei Thutmosis III und generell in der Voramarnazeit typisch mit einer Abschrift des Unterweltbuches Amduat von der 1. bis 12. Stunde dekoriert. Die Pfeiler der Halle sind mit Motiven des Königs zusammen mit Götterfiguren dekoriert. Der 1., 2., 3., und 4. Korridor sowie auch der 1. Pfeilersaal sind ohne Dekoration.

Thutmosis IV
(Mencheprure, 1412 v. Chr. - 1402 v. Chr.) bemühte sich wie sein Vorgänger Amenophis II um mehr Genauigkeit bei den Grabmaßen. Mit ihm setzt die endgültige Entwicklung der Grabanlagen ein. Genau wie bei Amenophis II ist ein Schachtraum mit einem Nebenraum vorhanden. Der Eingang ist wahrscheinlich vermauert gewesen. Dies ist aber noch nicht endgültig nachgewiesen worden. Die hkr-.Borde endet beidseitig im Schachtraum vor dem Durchgang. Dies deutet auf eine gewollte Markierung des Eingangs hin. Das eine Vermauerung des Ausganges des Schachtraum vorhanden sein musste, ist nachgewiesen. Es sind 39 hkr Zeichen an der Ausgangswand vorhanden. Von diesen 39 hkr-Zeichen sind die 14 auf der rechten Seite vollständig ausgearbeitet. Die restlichen 25 hkr-Zeichen auf der linken Seite der Ausgangswand sind unvollständig ohne den weißen Umrandungs- und Trennlinien gemalt. Weitere Indizien auf eine Durchgangsmauer sind an der Unterkante des Sturzes zu erkennen. Es sind Abdrücke des Schalungsbrettes und davon restliche Holzteile vorhanden. Fingerabdrücke und sichtbare Verreibungen des Mörtels sind im weiteren Verlauf des Sturzes zu erkennen. Wie bei Thutmosis III wurde die hkr-Borde am Durchgang zur 1. Pfeilerhalle ein zweites Mal gearbeitet. Der Schachtraum ist quadratisch angelegt, der Schacht selbst nur 7,50m offen. Der abgehende Raum konnte durch blockierendes Geröll nicht untersucht werden. Es muss erst eine Beseitigung dessen stattfinden. Der Schachtraum ist sorgfältig ausgearbeitet, nur ein Felsvorsprung an der linken Wand wurde nicht abgetragen. Es wird diskutiert, ob der Schacht erst nach dem Begräbnis ausgehauen wurde oder bevor das Begräbnis des Königs stattfand. Er ist mit einer Dekoration des Königs zusammen mit Götterfiguren versehen. Die Beischriften zu den Königskartuschen bezeichnen den König als „Der gute Gott-Sohn des Re-geliebt von Osiris“ Der 4. und 5. Korridor, sowie der Vorraum zur Sarkophaghalle sind vorhanden. Anders wie bei seinen Vorgängern ist die Sarkophaghalle nicht dekoriert, ebenso alle 5 Korridore. Der Vorraum wiederum ist wie der Schachtraum mit dem Abbild des Königs und Götterfiguren dekoriert.

Präzisiert wurden die Maße bei Amenophis III
( Nebmaatre, 1402 v. Chr. - 1364 v. Chr. )bis Ramses II. Die Korridormaße betrug 5x5 Ellen im Querschnitt. Erweitert wurden der Grundriss und die Größe des Sarkophages. Die Schreine wurden vergoldet. Der Totentempel erhielt riesige Ausmaße. Der Schachtraum, der auf den 3. Korridor folgt, hatte eine Länge von 6,70 m und eine Tiefe von angenommenen 10m, da der Schacht im unteren Bereich in unterschiedlicher Höhe noch mit Schutt und Geröll gefüllt ist. Normalerweise liegt die Länge des Schachtraumes zwischen ca. 3,20 bis 4,90 m und die Breite zwischen ca. 4,10 und 5,40 m . Der Eingang zum Schachtraum war höchstwahrscheinlich durch eine Mauer blockiert. Der Durchgang zum 3. Korridor ist durch eine links endende hkr-Borde markiert. Alle übrigen Stellen am Ausgang des Schachtraumes und dem Weg zum Eingang der Grabkammer sind nicht dekoriert. Eine Dekorierung mit Götterfiguren und Texten des Durchgangs zum 1. Pfeilersaal sind hingegen vorhanden. Eine Erweiterung der Götterfiguren findet mit dem Hinzukommen von Nut und Ka gegenüber Thutmosis IV statt. Wie bei Thutmosis IV sind an der linken Ecke am Ausgang und Eingang Felsbänder vorhanden, die verputzt und bemalt wurden. Der Raum, der am Schachtgrund abgeht, hat einen L-förmigen Grundriss und eine Höhe von 2,56m und liegt tiefer als der Grund des Schachtraumes, da eine höher gelegene Stufe eingebracht werden musste. Die Wände sind nicht parallel, dementsprechend sind nicht alle Ecken rechtwinklig, aber sorgfältig bearbeitet und markiert worden. Er ist nicht fertiggestellt, da die linke Wand nicht vollkommen ausgehauen wurde, sondern sich noch in diesem Stadium befindet. Weiterhin ist die Decke des Raumes im hinteren Teil nicht bis zum Schluß durchweg geglättet worden. Es sind noch Arbeitsspuren wie Werkzeugabdrücke zu erkennen. Der 4. und 5. Korridor sind vorhanden, jedoch fehlt das Durchgangstor zwischen beiden Korridoren. Alle Korridore einschließlich des 1. Pfeilersaales sind nicht dekoriert. Der Vorraum zur Sarkophaghalle ist vorhanden und mit Bildern des Königs zusammen mit Götterfiguren versehen. Die Sarkophaghalle ist wie bei den Vorgängern mit der 1. bis 12. Stunde des Amduats dekoriert. Die Pfeiler weisen wie bei Amenophis II Königsdarstellungen zusammen mit Götterfiguren auf. Der Schachtraum enthält Erweiterungen gegenüber seinen Vorgängern in den Beischriften zu den Königskartuschen „ Der gute Gott-Sohn des Re-möge ihm Leben gegeben werden wie Re ewiglich. König von Ober-und Unterägypten...“

Amenophis IV
( Nefercheprure, 1364 v. Chr. - 1347 v. Chr. ) stellte eine Verbindung zwischen Königsgrab und Polytaph im Grundriss her. Das Königsgrab hatte im Gegensatz zu den vorherigen Herrschern bescheidene Ausmaße. Eine neue Dekoration wurde wegen der Religionsänderung verwendet. Es herrschten nun Motive von Beamtengräbern wie Jagd, Totenklage, Begräbniszug etc. vor. Semenchkare (Anchcheprure) bleibt bis heute unerforscht, da nur sehr wenige bis gar keine Funde über ihn datiert sind, deshalb ist eine Aussage über sein Grab und die Einordung in der Entwicklung unmöglich.

Als nächstes folgt Tutanchamun
(Nebcheprure, 1336 v. Chr. - 1338 v. Chr. ). Er verwendete erstmalig bei der Dekoration seines Grabes eine Mischung von Götterszenen, Amduat und Motive aus Beamtengräbern, die Amenophis IV eingeführt hatte. Er wurde nicht im Königsgrab, sondern in einem älteren Polytaph beigesetzt. Das Grab des Tutanchamun ist das Einzige, welches eine vollständige Grabausstattung des Neuen Reiches beinhaltete.

Das Grab des Aja
(Chepercheprure, 1337 v. Chr. - 1333 v. Chr.) ist unvollendet geblieben. Wenn von einem unvollendeten Grab gesprochen wird, so bedeutet dies, dass das Grab ohne die vorgesehene Planung und ohne Ausbau aller vorgesehenen Räume improvisiert vollendet wurde. Grund dafür ist meist der plötzliche, frühzeitige Tod des Königs. Das Gleiche gilt für die Gräber Ramses I, Sethos II, Ramses IV. Ramses VII, sowie Ramses IX. König Aja verwendete zur Dekoration der Wände ebenso wie Tutanchamun eine Mischung von traditionellen Elementen wie Amduat und Götterszenen, sowie Motive aus Beamtengräbern. Die Sarkophaghalle ist nicht planmäßig, sondern wahrscheinlich durch den plötzlichen Tod des Königs verursacht, in improvisierender Weise an den unvollendeten Bauzustand, genau genommen an den 3. Korridor, angehängt worden. Danach folgt ein dazu gehöriger Nebenraum. Es ist durch den riesigen Mengen an Schutt und Geröll noch nicht endgültig geklärt, ob die Sarkophaghalle vor dem Tod des Aja ausgearbeitet wurde oder die 1. Pfeilerhalle zur dieser umgestaltet wurde. Es ist kein Schacht vorhanden wie die Reinigungs- und Ausgrabungsarbeiten des Friedrich Abitz beweisen ( siehe dazu: Die Religiöse Bedeutung der sogenannten Grabräuberschächte in den ägyptischen Königsgräbern der 18. bis 20. Dynastie, Der Schacht und seine Nebenräume, Eje, Seite23) Der Schachtraum ist wahrscheinlich am Eingang sowie am Ausgang vermauert worden. Allerdings ist dies nicht eindeutig bewiesen. Ein Indiz dafür ist ein Abdruck eines Schalungsbrettes am Sturz des Eingangs des 3. Korridors zum Schachtraum. Wie bei seinen Vorgängern findet auch bei Aja eine Erweiterung zu den Beischriften der Königskartuschen statt. Er verwendete als Erster den Zusatz „Herr der Diademe-Herr der Beiden Länder“.

Haremhab

(Djosercheprure, 1333 v. Chr. - 1306 v. Chr. ) hingegen verwendete zur Ausgestaltung seines Grabes erstmalig das Relief und greift auf die Dekoration, sowie auf den Grundriss von Amarna zurück. Die Achse bleibt gerade im Verlauf, von nun an verbindlich (einzige Ausnahme Ramses II). Eine zweite Neuerung neben des Übergangs zum Relief ist die Auflösung der Unterweltsbücher. Diese wurden kontinuierlich an der Wand abgerollt, bei Haremhab aber in einzelne Abschnitte geteilt und an verschiedenen Positionen des Königsgrabes angebracht. Die Sarkophaghalle ist mit dem Pfortenbuch 1-5 dekoriert. Die Pfeiler sind ohne Dekoration. Der 1.-5.Korridor, sowie der 1. Pfeilersaal sind vorhanden und wie bei Amenophis III ohne Dekorationen. Der Vorraum ist mit Königsdarstellungen und Götterszenen versehen. Die Lage des Schachtes und des Nebenraumes ist wegen der enormen Geröllmassen unbekannt. Die in der Dekoration erweiterten Götter Harsiesis, Isis und Anubis durch Haremhab sind nun ein Teil der Dekoration des Schachtraumes geworden. Auch eine Erweiterung zu den Beischriften der Königskartuschen in Form einer stärkeren Osirisbetonung findet statt wie folgende Beispiele zeigen: (S.82) „Der Herr der Beiden Länder-Herr der Diademe-geliebt von Amun-selig bei Osiris-dem größten Gott-Herr des Westens.( ) Osiris-Sohn der Sonne“. Diese Schema gilt bis Ramses II.