Opfer und Opfergaben

Welche Kritik wird an Opfern geübt?

Kritik an Opfern zu üben ist eine heikle Angelegenheit.

Zu der Thematik Opfer und ihre Rituale gibt es auch einige Fakten, die gegen ein Opferritual sprechen.

Der erste Punkt wäre, dass Opfer und dazugehörige Rituale meistens teuer sind, das heißt, man muss erstmal etwas besitzen, um etwas opfern zu können. Wenn man persönlich nichts besitzt, so muss man etwas käuflich beziehungsweise im Tausch erwerben. Wie auch immer, Tatsache ist, dass etwas als Opfergabe vorhanden sein muss.
So fällt es dem Bauern nicht leicht, einen Teil seiner Ernte zu opfern, wo er doch sein Feld mit viel Mühe und Kraft bewirtschaftet hat.
Das man bei einem Kult oder einer Frömmigkeit auch etwas geben muss, hatten schon die Menschen vor Jahrhunderten erkannt. So wurde ein Kommentar von Tertullian datiert, der diesen Gesichtspunkt beinhaltet: "Non licet deos gratis nosse: venales sunt." - "Es ist nicht erlaubt, die Götter umsonst zu kennen: sie sind käuflich."
Denn enorme Rituale benötigen enorme Opfer.

Ein weiterer Gesichtspunkt wäre die Zeit, die für die Opferungen benötigt wird. Opferrituale müssen gewissenhaft durchgeführt werden, um die Gunst des jeweiligen Gottes erwerben zu können. Diese Genauigkeit erfordert viel Zeit.
Religion verursacht auf der Welt Glaubenskriege, die ohne eine Religion nicht entstehen könnten – ein weiterer Punkt. Aber ist es überhaupt möglich ohne eine Religion, ein Leben zu leben? Diese Frage wäre eine sehr interessante Grundlage für eine Diskussion, würde aber hier zu tief führen.

Trotz dieser Punkte sind die meisten Menschen bereit Opfer darzubieten.