Die Pyramide des Niuserre (5. Dynastie)

"Die Stätten des Niuserre bestehen"

Niuserre war der 6. König der 5. Dynastie des Alten Reiches. Er war der Sohn des Neferirkare und Nachfolger seines Bruders Neferefre oder Schepseskaf. Die genaue Reihenfolge ist noch nicht eindeutig geklärt worden. Niuserre regierte laut dem Turiner Papyrus 25 Jahre. Diese Zeitangabe ist ebenfalls nicht gesichert, da der Papyrus an dieser Stelle zerstört ist. Niuserre errichtete seine Pyramide in Abusir und gab ihr die Bezeichnung "Die Stätten des Niuserre bestehen". Die Pyramide steht zwischen den Pyramiden des Sahure und Neferirkare. Sie besitzt eine Länge von 79 Meter, eine Höhe von 50 Meter und einen Neigungswinkel von 52°. Im Inneren der Pyramide befinden sich die Grabkammer und die Vorkammer, die beide mit einem Giebeldach überdeckt sind. Das Giebeldach besteht aus über 90 Tonnen schweren Steinplatten, genau gesagt aus Kalksteinblöcken. Der äußere Grabbezirk besteht aus einem Taltempel, einer Kultpyramide, einem Totentempel sowie einem Aufweg und einer Umfassungsmauer.Der Totentempel befindet sich auf der östlichen Seite der Pyramide. In ihm befinden sich zwei Bezirke. Einmal ein Tempel für Verehrungen mit Magazinen und einmal den Bezirk für die Totenopfer des Niuserre. Der Eingang des Bezirkes für die Totenopfer wurde durch einem gigantischen Löwen aus Granit gekenntzeichnet. Im nachfolgenden Raum wurden Szenen des Sedfestes dargestellt. Das Sanktuar befand sich schließlich am Ende des Totentempels. Es beinhaltete eine Decke mit Motiven und Darstellungen des Himmels. Der Aufweg wurde mit Kriegsszenen des Niuserre im Relief gearbeitet. Es ist zu erkennen wie Niuserre Fremdvölkern überlegen ist und bezwingt. Am Anfang des Aufweges befindet sich der Taltempel. Dieser enthielt wahrscheinlich Figuren und Statuen von Gefangenen, die gefesselt dargestellt waren. Aber das ist noch unklar. Ebenfalls unklar sind die Dekorationen der bemalten Wände des Aufweges. Wie schon erwähnt wurden Kriegsszenen des Niuserre dargestellt. Jedoch interpretiert die Wissenschaft diese Darstellungen nicht als wirklich ausgeführte Feldzüge des Königs, sondern nur als Darstellungen.