Die Pyramide des Sahure

Pyramide in Abusir

Sahure ist der zweite König der 5. Dynastie. Seine Identität ist schlecht erforscht und man kann nur wage Aussagen treffen. Er ist jedoch bekannt für seine enorme Bautätigkeit. Sein Totentempel ist einer der best erhaltensten Totentempel überhaupt. Seine Regierungszeit liegt noch im Dunkeln, genau wie seine Herkunft. Die Pyramide des Sahure wurde erst durch Borchardt 1902-1908 erforscht. Ab 1994 fanden Untersuchungen durch die ägyptische Altertumsverwaltung statt.

Der Pyramidenkomplex wurde einheitlich gestaltet. Ausnahmen bilden der Statuen- und der Opferraum. Etwaige decken wurden mit Sternen auf blauem Grund verziert. Die Wände des Pyramidenkomplexes wurden aus Kalkstein erbaut, die Wandsockel aus rotem Granit und die Fußböden waren aus schwarzem Basalt. Die Pyramide des Sahure hatte eine Basislänge von 78,75m, eine Höhe von 48m und einen Neigungswinkel von 50°. Die pyramide wurde mit weißem Kalkstein verkleidet, der heute nur noch im Kern der Pyramide erhalten geblieben ist.Der Eingang der Pyramide befindet sich an der Nordseite. Es ist ein einfaches Gangsystem gebraucht worden. Ein Korridor mündet nach drei Fallsteinvorrichtungen in eine Vorkammer und diese widerrum in die Grabkammer. Beide Grabkammern besaßen eine dreilagige Giebeldecke aus großen Kalksteinblöcken.

Ein 235m langer Aufweg, der ursprünglich überdacht wurde, wurde an den Wänden mit farbigen Flachreliefs verziert. Weiterhin gehörten ein Taltempel, ein Totentempel sowie ein Südgrab zum Pyramidenkomplex. Der Taltempel ist etwa 32m breit und 24 m tief besaß einen Zweisäulensaal, der einen Übergang zwischen den beiden Eingängen und den Aufweg darstellte. An den Wänden fanden sich wiederholt Verzierungen.

Der Totentempel bestand unter anderem aus einem Säulenhof, der mittig mit einem Altar aus Alabaster bestückt wurde und entlang des Hofes mit 16 Säulen aus Rosengranit. Weiterhin gab es Besonderheiten wie einen löwenköpfigen Speier zur Dachentwässerung, schwarze Granittore des Opferraumes, gewölbte mit Himmelmotiven verzierte Decke sowie Kupferrohre zur Abwasserentsorgung. Am Ende des Totentempels fand man einen 5-Nischensaal, der mit einem Alabasterfußboden, Wände aus Rosengranit, Türrahmen aus schwarzem Granit sowie mit Königsstatuen ausgestattet war. Die Königsstatuen befanden sich in jeder Nische aufgeteilt. Das Südgrab besaß eine Höhe von etwa 11,55m, eine Basislänge von 15,7m und eine eigene Umfassungsmauer.