Pyramide des Cheops (4. Dynastie)

Erbaut aus 2.300.000 Steinblöcken

Cheops ist der Sohn des Snofru, dem Begründer der 4. Dynastie. Somit ist Cheops der 2. König der 4. Dynastie. Über die Regierungszeit des Cheops, auch Chufu genannt, wird noch spekuliert, da die 23 im Turiner Papyrus angegebenen Jahre mathematisch hinsichtlich des Pyramidenbaus gerechnet wohl kaum stimmen können. Somit müssten die Arbeiter etwa 230 m³ Stein pro Tag bewegt und alle 3 Minuten einen gigantischen Steinblock von 2,5 Tonnen verlegt haben, und das bei einem 10 Stunden Tag ganze 32 Jahre lang. Rein menschlich gesehen ist das wohl kaum ohne Maschinen zu schaffen. Insgesamt umfasst die Pyramide des Cheops etwa 2.300.000 Steinblöcke. Zu dem Pyramidenkomplex gehören die Pyramide des Königs Cheops, drei Königinnenpyramiden, zwei Tempel, eine Nebenpyramide, ein Aufweg und Mastabas für die Höflinge sowie Schiffsgruben. Der Aufweg war etwa 739,8 m lang und mündete im Totentempel. Dieser ist heute weitestgehend zerstört.Übrig geblieben sind ein offener Hof mit Reste eines schwarzen Basaltpflasters und Reste von Granitsäulen, die den Hof in einer Kolonnade angeordnet umsäumt haben. Die Wände aus Kalkstein waren mit Reliefs dekoriert. Weiterhin beherbergte der Totentempel die fünf Statuennischen, eine Scheintür, diverse Räume wahrscheinlich zur Lagerung von Speisen und Gegenständen sowie ein Innenheiligtum. Zu beiden Seiten des Totentempels befinden sich Gruben für Schiffe. Jede Seite ist ein bestimmtes Schiff zugeordnet. Die eine Seite birgt die Morgenbarke, die andere die Abendbarke. Ein Schiff aus einer Grube an der Südseite wurde vorsichtig zusammengesetzt und restauriert. Es besaß abschließend eine Länge von 43,3 Meter Länge. Die Nebenpyramide des Cheops war vermutlich für seinen Ka bestimmt und hatte eine geringe Maße von etwa 20 m in der Basis. Sie wurde von Zahi Hawass entdeckt, dem Vorsitzenden der Altertumsverwaltung in Ägypten und einem grandiosen Ägyptologen. Die drei Königinnenpyramiden wurden östlich der Hauptpyramide erbaut. Diese waren der beiden Gemahlinnen des Cheops Merititis und Henutsen gewidmet. Die letzte und dritte Königinnenpyramide wurde für seine Mutter Hetepheres erbaut. Eine gigantische Mauer aus Turakalkstein von 8m Höhe umschloss die Pyramide des Cheops. Innen war ein etwa 10m großer Hof, der nur über den Aufweg und den Totentempel erreichbar war. Die Hauptpyramide lies Cheops von seinem Neffen Hemiun und ?Anchcha?ef erbauen. Diese konstruierten die Seitenwände um einen in der Natur vorkommenden Felsen herum. Der Eingang der Pyramide liegt an dessen Nordseite und führt 105 Meter in die Tiefe der Pyramide. Dieser mündet schließlich nach einem kurzen geraden Weg in eine Felskammer, die sich etwa 30 Meter unter dem Boden befindet. Ein abführender Korridor mündet nach etwa 40 Meter in die Große Galerie. Die Galerie ist ein mit einem Kraggewölbe ausgestatter Raum, der die Maßen von etwa 46,7 Meter Länge, 2,1 Meter Breite und 8,5 Meter Höhe besitzt. Von diesem Raum geht ein horizontal verlaufender Korridor ab und führt nach etwa 38,2 Meter Länge in die Königinnenkammer. Diese umfasst eine ungefähre Länge von 5,2 Meter, eine Breite von 5,8 Meter und eine Höhe von 6,2 Meter. Etliche Lüftungsschächte sind in der Kammer ausgearbeitet worden. Das Dach ist kein Kraggewölbe wie in der Großen Galerie gearbeitet, sondern ein Giebeldach. Die Bedeutung dieser Kammer ist der Wissenschaft noch unklar. Es könnte sich hierbei vielleicht um ein Süd-oder Statuengrab laut R. Stadelmann handeln. Aber darüber wird noch spekuliert. Um die Sauerstoffaufnahme während der Bauarbeiten der Arbeiter zu gewährleisten, wurde ein Schacht seitlich dem horizontalen Gang angesetzt. Dieser trifft auf den vorher erwähnten absteigenden Gang kurz vor der Felskammer. Der Galerie anschließend folgt ein kurzer Gang in eine Kammer aus Granit, die mit Fallsteinen ausgestattet ist. Ein abführender Korridor mündet in die Grabkammer des Königs. Diese hat eine ungefähre Länge von 10,5 Meter, eine Breite von 5,2 Meter und eine Höhe von 5,8 Meter. Die Grabkammer ist mit Rosengranit als Verkleidung ausgestattet. Lüftungsschächte sowie darüber fünf sogenannte Enlastungskammern und ein Giebeldach sind ebenso Bestandteile der Grabkammer. Der Sarkophag wurde aus Granit gefertigt und im Raum platziert.