Die Pyramide des Chephren (4.Dynastie)

"Nur" die zweit größte in Gizeh...

Chephren war der 4. König der 4. Dynastie und lebte somit im Alten Reich. Er war der Erbauer der zweiten Pyramide in Gizeh, nachdem sein Vater Cheops seine Pyramide, die gleichzeitig die Größte unter den Pyramiden darstellt, erbauen ließ. Chephren war der Nachfolger von Djedefre, seinem Bruder. Von ihm sind wie bei seinem Vater Cheops nur wenig an Skulpturen oder Fragmenten gefunden worden. Nach Manetho regierte Chephren 66 Jahre. Die Angaben des Turiner Papyrus sind teilweise zerstört und nicht mehr lesbar. Chephren errichtete seine Pyramide südwestlich ausgerichtet neben der seines Vaters. Die Pyramide besitzt eine Basislänge von 215 Meter, eine Höhe von 143,5 Meter sowie einen Neigungswinkel von 53°. Die Raumaufteilung ist sehr einfach gehalten, weniger kompliziert wie bei seinem Vater. Obwohl er der Pyramide den Namen "Die größte ist die Pyramide des Chephren" gegeben hat, muss sich seine Pyramide die der Cheops beugen. Immerhin ist seine Pyramide die zweit größte in Gizeh.Der Eingang befindet sich wie gewöhnlich an der Nordseite der Pyramide, wo von dort aus ein Gang 11,5m oberhalb des Bodens in das Pyramideninnere führt. Er führt abwärts bis zum Kern der Pyramide und mündet nach etwa 60m in die Grabkammer. Diese besitzt eine Maße von 6,8 Meter an Höhe und 5x14,2m Länge und Breite. Die Ausstattung der Grabkammer ist ähnlich der Cheopspyramide gehalten. Sie besitzt ebenso ein Giebeldach und einen Granitsarkophag. Der Boden ist gepflastert. Ein zweiter Gang führt ebenfalls von der Nordseite kommend, aber in der Höhe des Bodens 34,2m abwärts in die Pyramide. Er führt jedoch nach einem kurzen geraden Weg von gerademal 15,8m wieder 22,4m hinauf, wo er dann abschließend auf den ersten Korridor stößt, der zur Grabkammer führt. Ein weiterer Gang führt von dem geraden Gang des zweiten Korridors in eine Kammer, die die Maße von 3,1x10,4m besitzt und 2,6m hoch ist. Diese Kammer besitzt ebenso ein Giebeldach wie die Grabkammer. Die Pyramide wurde wahrscheinlich in zwei Bauphasen unterteilt. Ob beabsichtigt oder nicht ist noch zu klären. Das beweisen die beiden doch recht unterschiedlich gearbeiteten Gänge. Insgesamt wurde die Pyramide wie die Vorgänger mit Turakalkstein verkleidet. Der Pyramidenbezirk umfasst eine Kultpyramide im Süden, einen Totentempel auf der Ostseite und insgesamt fünf Gruben für Boote. Ein Aufweg von etwa 500 Meter Länge mündet in einem Vorhof Eingängen, wo Sphingen platziert wurden. Nach einem weiteren Gang gelangt man schließlich zur Pfeilerhalle. Diese ist mit 16 Pfeilern aus Granit ausgestattet. Ebenso sind 23 Statuen des Chephren dort platziert worden. Der Taltempel des Chephren ist der mit am Besten erhaltene. Von ihm aus führt der Aufweg zur Pfeilerhalle. Eine Umfassungsmauer umgibt den gesamten Pyramidenbezirk. Westlich von ihr wurden die Häuser oder Schlafplätze von Arbeitern entdeckt, die an der Errichtung der Pyramide geholfen haben. Ebenso westlich außerhalb der Umfassungsmauer liegen die Magazine der Pyramide. Sie dienten meist als Vorratsräume.