Kalabscha Tempel in Assuan

Tempel der Götter Mandulis und Isis

Der Tempel von Kalabscha besitzt seine Ursprünge in der Erbauung in der 18. Dynastie, wobei es in dieser Zeit ein kleines Heiligtum darstellte. In der Zeit der Ptolemäer wurde die Erbauung des eigentlichen Tempels von Kalabscha begonnen und das Heiligtum der 18. Dynastie dazu verwendet. Unter der Herrschaft des Augustus wurde der Tempel weiter ausgedehnt und somit stark vergrößert. Er stellt die größte Tempelanlage in Nubien dar. Die Umfassungsmauer des Tempels besitzt eine Höhe von 15 m. Der Tempelbezirk selbst besitzt die Maßen von 66x92 m, wobei das Tempelhaus allein schon 77 m Länge besitzt. Zur Zeit des Christentums wurden einige Teile des Tempels zur Erbauung einer Kirche verwendet.
Inschriften sowie die Tempelanlage selbst sind unvollendet geblieben. Der Tempel von Kalabscha ist den Göttern Mandulis und Isis geweiht. Mandulis ist eine nubische Gottheit und entspricht etwa der Horusgottheit der Altägypter. Durch den Bau des Assuan-Staudamms 1961-1963 wurde die Tempelanlage in etwa 13.000 Teile zerlegt und abgebaut. In Neu-Kalabscha, einer Insel, wurden die 13.000 Blöcke wieder zusammengefügt und die Tempelanlage somit wieder aufgebaut. Ein Torbau, der im Fundament gefunden worden war, ist heute im Ägyptischen Museum in Berlin zu bewundern. Ebenfalls ein Fundstück des Fundamentes ist ein Bau, welcher auf der Insel Elephantine erneut aufgebaut worden ist.