Chnum Tempel

Der Chnum Tempel in Esna

Gleicht Luxor aufgrund der Vielfalt an überwältigenden Eindrücken einem Jahrmarkt, der es schwer macht, den Blick auf einen bestimmten Punkt zu konzentrieren so haben es die Reisenden etwas leichter, wenn der Nilkreuzer seine Fahrt nach Süden fortsetzt: im 54 km südlich gelegenen Esna sowie weitere 49 km flussaufwärts in Edfu wartet jeweils ein einzelner Tempelbau auf die Besucher, ebenso in Kom Ombo.
Chnum Tempel in Esna - ca. 9 m im Boden
In diesem Nilabschnitt tauchen die Reisenden ein in die Zeit der Ptolemäer, Ägyptens makedonisch- griechischer Herrscher während der Spätzeit. Ihre Epoche datieren Ägyptologen ab 332 v. Chr., dem Jahr der Eroberung durch Alexander den Großen. Urlauber stoßen auf ihre Heiligtümer unter anderem in Edfu, Esna, Kom Ombo und Philae. Esnas malerischer Nilkai datiert noch aus der altägyptischen Antike. Die Hauptattraktion in Esna ist zweifellos der Tempel des widderköpfigen Gottes Chnum von Elefantine, in der ägyptischen Mythologie der Gott der Nilquellen. Im Lauf der Jahrhunderte sank der Tempel so tief in den Grund, dass sich das Dach der Tempelhalle heute auf Straßenniveau befindet. Besucher betreten die neun Meter tiefe Senke mit dem Chnum-Tempel über eine steile Treppe und betrachten staunend, wie sich die römischen Kaiser Domitian, Trajan und Hadrian an den Wänden verewigt haben.