Luxor Tempel

Der Luxor Tempel in Luxor

Der Tempel von Luxor wurde von Amenophis III erbaut. Der Eingang liegt heute im Norden, durch die später hinzugefügten Teile des Tempels. Dieser Tempel war der Triade von Theben geweiht, dem Gott Amun, der meist als Widder oder mit Widderkopf dargestellt wurde, seiner Gemahlin Mut und beider Sohn, dem Mondgott Chons. Dieser Tempel beeindruckt durch seine kunstvollen Darstellungen an den Wänden und Säulen. Eine Prozessionsstraße mit Sphingen führte einst zum Karnak-Tempel, der ca. 3 km nördlich liegt. Inmitten des Tempel-Areals befindet sich die Moschee des Heiligen Abu el-Haggag.
Der Pylon im Luxor Tempel
Der Tempel wurde auch als „Amuns südlicher Harem“ bezeichnet, wie überhaupt die ägyptischen Tempel nicht primär als Orte für Gebet und Andacht fungierten, sie galten vielmehr als reale Wohnstätten der jeweiligen Gottheit. Die Priester fungierten hier als Diener, die den Göttern zur Verfügung standen. Anders verhält es sich natürlich bei den Totentempeln am Westufer des Nils, die dem Gedenken an einen bestimmten Pharao dienten. In der Zeit der 30. Dynastie wurde der Luxor Tempel durch Nektanebus I erneuert.

Der Luxor-Tempel wurde durch den französischen Ägyptologen Gaston Maspero freigelegt, denn Schlamm und Schutt bedeckten ihn bis zur Höhe des Fundaments der bereits erwähnten Moschee. Anlässlich von Sanierungsarbeiten ca. hundert Jahre später entdeckten Arbeiter im Hof des Amenophis III ein Versteck mit zahlreichen Statuen: Fünf Pharaonen des Neuen Reichs, sehr gut erhalten, sind heute im Luxor-Museum zu besichtigen neben weiteren 20 Statuen von Göttern und Königen aus früheren Epochen.

Vor dem Pylon des Luxor Tempels standen einst zwei Obelisken. Einer davon ziert heute die Place de la Concorde in Paris. Die beiden Statuen stellen Ramses II dar, der einer im alten Ägypten oft geübten Praxis folgte, indem er Statuen und Bauwerke durch das Ausmerzen der Kartuschen der Erbauer und Anbringen seiner eigenen, das Monument als sein Werk deklarierte, um so seinen Ruhm zu mehren.

Wenn der Tempel von Luxor oft schon vom Besucher als Labyrinth erlebt wird: Es geht noch besser!