Medinet Habu

Ort der bedeutenden Bauwerke

Medinet Habu ist ein Ort und entstand aus einem Teil der Stadt Theben, genauer gesagt aus dem westlichen Teil. Er ist nur etwa sieben Kilometer vom Tal der Könige entfernt gelegen. In Medinet Habu wurden bedeutende Bauwerke errichtet. Ramses III (20. Dynastie) errichtete seinen großen Totentempel für den Gott Amun, Königin Hatschepsut (18. Dynastie) ließ einen Tempel errichten und Haremhab (18. Dynastie), General und später König, errichtete ebenso einen Totentempel in Medinet Habu. Die Konstruktion des Tempels Ramses III ähnelt dem Ramesseum des Königs Ramses II. Der Tempel beinhaltete eine gigantische aus Lehmziegel errichtete Umfassungsmauer von einem Ausmaß von 10 Meter Tiefe und 21 Meter Höhe. In diesem Bezirk befanden sich zahlreiche Gebäude, die unterschiedlichen Zwecken dienten. Die einen waren sogenannte Verwaltungsgebäude, die anderen Arbeiterhäuser beziehungsweise Wohnungen von Angestellten. Es fanden sich auch viele Werkstätte und Magazine innerhalb der Umfassungsmauer. Kurz gesagt gab es ein stadtähnliches Leben rund um den Tempel. Es sind zwei Eingänge zum Tempelkomplex bekannt. Ein Eingang befindet sich im Westen und ein zweiter Eingang befindet sich im Osten der Umfassungsmauer. Im Westen befand sich das Westtor, von dem aus wahrscheinlich nur Angestellte des Königs Zutritt hatten. Das Osttor wurde demnach von Besuchern und Lieferanten, die Waren lieferten, benutzt. Der Tempel an sich war bunt bemalt worden auf weißem Grund. Der weiße Grund wurde durch Kalkbehandlungen herbeigeführt. Zwei Pylone flankierten den Tempel. Der erste Pylon wurde mit kriegerischen Szenen und Szenen der Feindvernichtung dekoriert und stand vor dem ersten Hof. Der zweite Hof wird vom zweiten Pylon flankiert und ist mit einer Wanddekoration ausgeschmückt. Es sind die 60 Festtage dargestellt.Auf den noch vorhandenen Reliefs in den Tempeln von Medinet Habu sind einige Abbildungen erhalten geblieben. Sie zeigen den König bei der Feindbekämpfung und anschließender Opferung. Feinde waren in der Regel alle Ausländer, die Ägypten nichts Gutes bringen würden. Meist waren es Seevölker, Asiaten, Libyer und Nubier. In koptischer Zeit wurde Medinet Habu umgebaut. Es wurde eine Kirche aus dem Vorhof des Tempels des Ramses III errichtet. Somit entstand allmählich der neue Ort Djeme. Djeme leitet sich aus dem altägyptischen Wort Djamet ab. Djamet wurde bis zur koptischen Zeit als Namen für Medinet Habu benutzt. Ab der koptischen Zeit, also ab etwa 200 nach Christus, wurde Djeme als Ortsnamen angesehen. 1898 wurde mit Ausgrabungen von Medinet Habu begonnen.